Plattentektonik: Tanz der Erdplatten
Die Erde ist ein gigantisches Puzzle, dessen Teile sich ständig bewegen. Dieser Tanz dauert seit mindestens 3,3 Milliarden Jahren: Er hat die Erde geformt und Kontinente und Berge geschaffen. Er ist auch der Grund für Vulkanausbrüche und Erdbeben.
Die Erde besteht aus drei Schichten, mit dem Kern im Zentrum, dem Mantel und der Kruste an der Oberfläche. Im Vergleich zu den anderen ist die Erdkruste sehr dünn. Sie besteht aus starren tektonischen Platten, die auf dem zähflüssigen Erdmantel ruhen und sich jährlich um einige Millimeter bis Zentimeter bewegen. Diese Platten nähern sich einander an, entfernen sich voneinander oder gleiten aneinander vorbei. Die Plattentektonik ist die wissenschaftliche Theorie, die diese Bewegungen erklärt.
Felsen, die vor Milliarden von Jahren an der Oberfläche lagen, befinden sich heute mehrere Kilometer unter der Erdkruste. Beim Abtauchen unter die Oberfläche und mit zunehmender Hitze und Druck verändert sich ihre Zusammensetzung (z. B. wird Kalkstein zu Marmor). Dieser Prozess, die Gesteinsmetamorphose, erklärt, warum es nur wenige Fossilien aus der Zeit von vor Milliarden Jahren gibt.

